Logbuch 0.10 - Nostalgie

Ich bin gerade erst zuhause angekommen. Bin jetzt übers Wochenende bei meiner Mum in der Heimat. Das hat zeitlich irgendwie gerade gut gepasst. „17 Kilometer“ ist jetzt 8 Tage alt und ich bin einfach ultra happy, wie es angenommen wurde. Vielen Dank! Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass weitere Musik sehr, sehr bald kommt? Des Weiteren feile ich gerade an meinem neuen Livekonzept und habe kurz vor Abfahrt, am Donnerstag, nochmal ordentlich Weihnachten und Geburtstag zusammen gefeiert, mit viel neuem Equipment. Ich hab so so Bock, endlich wieder live zu spielen. Im April gehts auch schon los!

Im heutigen Logbucheintrag wird’s etwas nostalgisch. Gestern Abend war ich nach langer Zeit mal wieder in meiner alten Schule. Dieses Wochenende ist Ehemaligentreffen und nach vier Jahren Abitur, passt es super, dort mal wieder vorbeizuschauen! Inzwischen kann ich mich nur noch an die überwiegend positive Schulzeit erinnern, wobei es, wie bei jedem glaube ich, auch mal richtige Scheißtage gab! 

Total irre war z.B, dass ich durch die Schule für eine Woche zum Schüleraustausch auf Mallorca war. Ich durfte bei einer katalanischen Gastfamilie auf einer riesen Finca wohnen. Habe dort echt viel erlebt, viele Leute kennengelernt, war surfen und ich habe mich in eine Austauschschülerin aus Estland verliebt. Aber das ist ein anderes Thema… Oder bei Jugendtrainiert für Olympia (Beach- und Hallenvolleyball) bin ich mit meinem Team echt weit gekommen.

Es gab die Band AG, in der ich meine ersten Banderfahrungen an der E-Gitarre gesammelt habe. Später hat sich daraus meine eigene Band formiert. Wir hießen übrigens „Haudrauf“, und als wir so richtig erfolgreich waren ;), haben wir uns dann umgenannt. Von da an ging’s dann nur noch bergab :D Klingt schlimmer als es eigentlich war. War 'ne geile Zeit!

Nun ist dieses Wochenende, wie eben ja erwähnt, Ehemaligentreffen. Werde dort gleich mit meiner Mum mal hingehen. Wir sind inzwischen ja beide Ehemalige, da sie auf der selben Schule war.

Da wird man heute bestimmt viele bekannte Gesichter treffen, Freunde und alte Lehrer/innen. Zum Abschluss, ist dann heute Abend, das große Musical! Während meiner Schulzeit, habe ich da jedes Jahr mitgespielt. Ich war Krabat, Rocky, bei der Rocky Horror Show. Wir haben Metropolis gespielt, Alice im Wunderland, Avatar und ich war das Phantom der Oper. 

Jedes Jahr war ich dabei und habe in der Zeit drei Dinge besonders gelernt: Leidenschaft zu entwickeln, Zusammenhalt zu spüren und Disziplin zu haben. Wir haben im Team über Monate ein richtiges Stück einstudiert, Texte gelernt, Songs mit einer richtigen Band geprobt und waren auch mal länger als geplant in der Schule, weil wir noch proben mussten. Diese Zeit hat mir wirklich viel gegeben und bringt mir heute immer noch was. 

Gestern Abend habe ich schonmal kurz vorbei geschaut. Selbst mein Kumpel Moritz, mit dem ich Abi gemacht habe war wieder dabei, obwohl er inzwischen auch schon ganz woanders lebt und einen spannenden Beruf hat. Aber er hat sich frei genommen für die Probewoche. Meine alte Deutschlehrerin und Kopf hinter dem Ganzen, ist auch wieder dabei, obwohl sie inzwischen schon im Ruhestand ist. 

Also irgendwie so richtig lassen können wir’s einfach nicht. Es ist wirklich eine besondere Zeit für uns gewesen und hätte ich Zeit gehabt, hätte ich auch wieder mitgemacht. Es ist einfach Leidenschaft. Alle brennen für dieses Projekt und ziehen an einem Strang. Ich freu mich sehr heute nach Jahren mal wieder hinter die Kulissen zu schauen, alles wiederzusehen und die Bühne vor der Show mal kurz wieder zu betreten.

Ich merke einfach, dass man nie vergessen darf, wo man herkommt. 

Sehr viel Nostalgie. Ich erzähle dann morgen im Livestream wie’s so war!